Programm

Mai
4
Fr
2018
Hättste mal gleich gelebt
Mai 4 um 19:30
Dirk Friedrich und Matthias Wiesenhütter

Friedrich & Wiesenhütter – das sind vom Leben geschriebene Texte gepaart mit virtuoser Gitarrenmusik, ein Stück Berlin für die Ohren.

Gehen Sie mit auf eine Reise zwischen Melancholie und Sarkasmus, um die Widrigkeiten des Lebens mit Seitenblick und Augenzwinkern zu betrachten. Druckvoller Akustik-Sound und komödiantische »Berliner Schnauze« begleiten das Konzerterlebnis.

Sie gehören mit ihrem kurzweiligen Programm zu den interessanten Projekten in der deutschen Konzertszene. Geerdet, ehrlich und handgemacht, zwei Alltags-Poeten die ihr Handwerk verstehen und ihren Weg jenseits und fernab von allen Trends und Mainstream gehen – eben »Handmade in Köpenick«.

Mai
16
Mi
2018
Wohin, Natascha?
Mai 16 um 19:00

Angelika Hoff liest aus den ungewöhnlichen Lebenserinnerungen der Suderburgerin Renate Witte

Zu einer Lesung aus dem Buch »Wohin, Natascha?: Die bewegende Lebensgeschichte einer Heimatlosen zwischen Serow und Suderburg« lädt das Team der Calluna am Mittwoch,  16. Mai ab 19 Uhr in den Hörsaal der Musikschule Suderburg, Burgstraße 21, ein. Der Eintritt ist frei.

Sechs Jahre lang erzählte die Suderburgerin Renate Witte Woche für Woche ihrer Freundin Angelika Hoff aus ihrem Leben. Einem Leben, das so ungewöhnlich verlief, daß sich die beiden dazu entschlossen, ihre Geschichte aufzuschreiben. Doch es sollte noch mehrere Jahre dauern, bis das Buch dazu erschien. Nun ist es soweit: »Wohin, Natascha« heißt die Lebensgeschichte von Renate Witte, aufgeschrieben von Angelika Hoff, kürzlich erschienen im Verlag Calluna – Menschen und Medien.

Einen Abend lang wird Angelika Hoff aus den Erinnerungen ihrer Freundin berichten – von einer Kindheit in Heim und Pflegefamilie, von der Übersiedlung in die ehemalige UdSSR, von der Verhaftung der Eltern und dem Verlust eines selbstbestimmten Lebens in der Sowjetdiktatur. Sie wird von einer Frau erzählen, die trotz ihres schweren Schicksals nie ihre Lebensfreude und Hoffnung verloren hat. Und die sich nach ihrer Übersiedlung nach Suderburg viele Jahre um Menschen der Tschernobyl-Region um Gomel gekümmert hat.


Renate Witte, geborene Johannsen, kam 1922 als uneheliches Kind in Duisburg zur Welt. Die ersten vier Lebensjahre verbrachte sie in Kinderheim und Pflegefamilie. Zurück bei den Eltern, musste sie als sechsjährige den frühen Tod des Vaters verkraften. Die Mutter heiratete wieder – einen Deutschrussen – und zog mit Mann und vier Kindern 1931 in die Sowjetunion nach Serow im Ural. Als die ethnischen »Säuberungen« unter Stalin begannen, wurde die Familie auseinandergerissen und in unterschiedlichen Lagern interniert. Die Mutter starb in der qualvollen Lagerhaft. Renate musste ihren deutschen Namen ablegen, wurde fortan Natascha genannt. 1958 erhielt sie die so lang ersehnte Ausreisegenehmigung nach Deutschland.

Nach Zwischenstationen in Frankfurt/Oder und Bayern kam sie 1979 nach Suderburg, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Ein persönliches Schicksal, das beispielhaft für die systematische Verfolgung und Vertreibung unzähliger Menschen im 20. Jahrhundert steht und dennoch Mut macht.

Jun
15
Fr
2018
Vorspiel und andere Höhepunkte
Jun 15 um 19:30
Thomas Nicolai (© Bernd Brundert)

Comedy • Musik • Parodie

Thomas Nicolai ist wieder da. Nach seinem erfolgreichen Programm URST wird der wandlungsfähige Comedian ab April etwas Neues »vorspielen«.

Mit dabei – wie immer – Robert Neumann, der dem Ganzen einen einzigartigen musikalischen Rahmen gibt. Und – wie nach jedem guten Vorspiel – wird es dann auch zum Höhepunkt kommen. Und das geschieht bei Thomas Nicolais neuem Programm gleich mehrmals: Promiparodien, wie Til Schweiger mit Artikulationsschwierigkeiten beim TV-Casting oder Barbeque-Fanatiker Udo Lindenberg beim Einkaufen im Veganen Supermarkt, gehören ebenso ins Repertoire wie der neunmalkluge Patrick Schleifer aus Schkeuditz oder der polterige Dieter »Buletti« aus Berlin- Kreuzberg.

Standups, Musik, Comedy, Zauberei, Sketche und alles, was 1 A Unterhaltung verspricht, wird auch bei Vorspiel und andere Höhepunkte nicht fehlen. Und das ganz ohne Nachspiel.

Ach, und nicht zu vergessen: Die belgische Kultband Traffic Noir hat sich bereiterklärt, auch bei der neuen Tour dabei zu sein, und ein kleines, musikalisches Tischfeuerwerk abzuliefern.

Aug
24
Fr
2018
Unerhört – Akkordeon-Kabarett von und mit Frank Grischek
Aug 24 um 19:30
Frank Grischek (© Foto: Frîa Hagen)

In seinem Programm unerhört macht Frank Grischek es sich zur Aufgabe, dem Publikum die Vielseitigkeit seines Instrumentes nahezubringen.

So richtig begeistern kann er sich für den Job Akkordeonist allerdings nicht. Mit unnachahmlich schlechter Laune macht er uns klar, daß wir unsere Sicht auf Akkordeonisten – ob nun in der Fußgängerzone oder im Konzertsaal – gründlich überdenken müssen.

Mißmutig erläutert Grischek, wie auf ständige Bedrohung einzugehen ist, wie es sich anfühlt, neidvoll betrachtet zu werden, oder wie man am besten auf die Frage »Akkordeon? Und was machen Sie beruflich?« reagiert. Grischek regt sich auf, leidet, schweigt. Und entlockt seinem Instrument einzigartig wuchtige, aber auch feinste Klänge.

Seine Passion ist das Akkordeon. Das beweist er eindrucksvoll mit wunderschöner Musik. Hochemotional und meisterlich spielt er alles – vom süffigen Tango über eine hinreißende Musette, von der klassischen Fuge bis zum virtuosen Irish Tune.

Unglaublich unterhaltsam ist dieses Programm, das von den herausragenden Fähigkeiten des Musikers, der gekonnt mürrischen Präsentation und den ungeahnten Möglichkeiten des Akkordeons getragen wird. Ein Abend zwischen Konzert und Kabarett – ein Abend für alle Sinne.

Über Frank Grischek

Frank Grischek läßt seine »Borsini Superstar« nie aus den Augen. Bekannt von zahlreichen Auftritten mit Henning Venske und Jochen Busse sowie als Solokabarettist, behauptet der Piano-Akkordeonist von sich selbst: »Ich kann nix anderes.« – und kokettiert. Denn er kann auch erzählen, überzeichnen, konterkarieren. Seinem Publikum bietet der Hamburger Erlebnisse zwischen Konzert und Kabarett. Oder eben beides zusammen.

Akkordeon. Aber schön. ist Grischeks erstes Kabarettkonzert. Es folgt auf seine beiden Solo-Kabarettprogramme unerhört und Der kann das. Grischek ist auf Tournee in Deutschland und in der Schweiz, spielte u. a. in Alma Hoppes Lustspielhaus in Hamburg, in der Lach- und Schießgesellschaft in München, im Neuen Theater Höchst in Frankfurt, im Pantheon Theater in Bonn sowie bei den Oltner Kabarett-Tagen – dem größten Kabarett-Festival in der Schweiz. Unternehmen buchen ihn regelmäßig für die musikalische Untermalung von Veranstaltungen. Dieter Hildebrandt nannte den auf der Bühne bewusst mürrisch daherkommenden Frank Grischek einen »hinreißend beleidigten Akkordeonkünstler«. 

Sep
21
Fr
2018
Ein Abend mit Marie Diot
Sep 21 um 19:30
Marie Diot und Fabian Großberg

Marie Diot ist Liedermacherin und Musik-Kabarettistin. Sie schreibt und singt Lieder mit klugen, außergewöhnlichen deutschen Texten und begleitet sich dabei am Klavier und Synthie. Ihre Konzerte bestehen aus verqueren, komischen Ansagen und Liedern, die charmant und direkt, mit Wortwitz und Ironie Geschichten von Dingen erzählen, die so im Leben passieren.

Es geht zum Beispiel um die Liebe und Fischvergiftung – manchmal passieren ja Sachen, die sind so verrückt, das kann man sich gar nicht ausdenken. Manches ist melancholisch und manches ist lustig, unter anderem ihre Frisur oder so. Generell optimistisch, möglichst gelassen, immer auf der Suche nach den richtigen Worten und der besten Melodie, mit dem Wunsch, jemanden zu berühren und ansonsten eindeutig ziemlich ohne Ziel.

Am Ende klappt immer alles! Die Frage ist bloß, wie. Aber das ist ok.
2017 veröffentlichte Marie Diot »Pinguin im Tutu – Weiß nicht, ob er Tänzer ist« – eindeutig ihr bisher bestes Album. Fairer Weise muß man dazu sagen: Es ist ihr erstes Album. Aber das macht es nicht weniger gut. Darauf präsentiert sich die Liedermacherin musikalisch wie thematisch vielseitig und balanciert dabei gewandt zwischen Melancholie und Albernheit, streift Synthie-Pop und Kabarett und vereint alles durch ihren einzigartigen Stil.

Durch ganz Deutschland führten ihre Konzerte sie bisher schon. In Suderburg wird sie vom fabelhaften Multiinstrumentalisten Fabian Großberg unterstützt.

2014 war Marie Diot Preisträgerin beim Treffen junge Musik-Szene, 2015 bei der »Nahaufnahme«, einem weiteren Förderpreis der Bundeswettbewerbe Berliner Festspiele, 2017 stand sie im Finale des Deutschen Song Contests »Troubadour«. 2017 wurde sie Mitglied der Liedermacherschule SAGO.

Studi-Spezial: Zwei Studenten teilen sich eine Karte

Okt
26
Fr
2018
Christoph Reuter – Doppelstunde Musik
Okt 26 um 19:30
Christoph Reuter
Von Amerika bis Polen – von Bach bis Bohlen
Musikalisches Kabarett 
Regie: Dominik Wagner

Christoph Reuter verspricht vergnügliche und spannende Aha-Erlebnisse rund um das Thema Musik. Er wandert mit Ihnen durch 500 Jahre Musikgeschichte und wird seine Methode zum Komponieren von Hits vorstellen sowie die Frage beantworten, wo Ohrwürmer sich aufhalten, wenn sie sich nicht gerade in unserem Ohr befinden.

Zudem wechselt er wild zwischen Pop, Jazz und Klassik, singt Lieder, erzählt von der Macht Musik und er macht Musik. Erleben Sie die vergnüglichste und kürzeste Musikstunde Ihres Lebens. Sie werden gerne nachsitzen, denn sein Programm zeigt auch Ihnen, daß Sie sehr viel musikalischer sind als Sie denken. Ganz bestimmt!

Christoph Reuter ist Gewinner der Lüdenscheider Lüsterklemme 2015 und des Thüringer Kleinkunstpreises 2017.

Christoph Reuter ist auf geradezu unheimliche Weise mit Begabungen gesegnet: Er spielt ausgezeichnet Klavier, ist ein fabelhafter Improvisator und kann auch Kabarett Augsburger Allgemeine
Seine Stärken sind die offensichtliche Begeisterung für die Musik und ihre Geschichte sowie seine Virtuosität Bonner Generalanzeiger
 
Christoph Reuter Pareforceritt durch die Musikgeschichte… in rasantem Überschwang Südwest Presse
 
Ein wahrer Hochgenuss komödiantischer Kunst Volksstimme
Jan
18
Fr
2019
The Talking Dad – Witze, Wunder & Wachstumsschmerzen
Jan 18 um 19:30
Martin Sierp © Foto Andreas Kermann

Wer sich von seinem Sohn, wenn er nach fünf Tourtagen nach Hause kommt, als »Vater Morgana« bezeichnen lassen muß, halt viel Lustiges, Ungewöhnliches und auch Persönliches zu berichten.

Martin Sierp spricht gerne und viel mit seinen pubertierenden Söhnen, mit seiner Frau, mit seinem Publikum, mit sich selbst und mit Gott, über Gott und die Welt.

In seiner neuen Show erzählt der vielseitige Alleinunterhalter und Comedykator aus Berlin aus seinem ereignisreichen Leben als Vater, Familienmensch und vielbeschäftigte Fachkraft für Faxen.

Bei seiner bewährten Mischung aus Multimedia-Impro-Standup-Comedy-Magic-Show wird er diesmal von den coolsten und lustigsten Söhnen der Welt (Sorry, liebe andere Eltern!) und geschulten Sonderpädagogen, wie dem Fürst der Finsternis und Ostradamus dem Seher aus dem Osten, unterstützt.

Mit seiner jahrelangen Bühnenerfahrung und seinen außergewöhnlich aufregenden wie rasanten Darbietungen ist Martin Sierp gefragter denn je und begeistert sein Publikum europaweit. Seine Referenzen reichen vom Schmidt-Theater über Die Wühlmäuse bis hin zu legendären Auftritten im Quatsch Comedy Club. Somit verwundert es nicht, daß er bereits viele der begehrtesten Preise seiner Zunft ergattern konnte.

Eine Show für die ganze Familie – berauschender als ein Elternabend und unterhaltsamer als die Goldene Hochzeit von Oma und Opa – voller Witze, Wunder und Wachstumsschmerzen.

»Geht in diese Show! Mein Papa braucht Geld. Er hat nämlich zwei sehr teure Söhne!«